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In diesem Artikel wird die Instandsetzung der Zwischendecke der documenta-Tiefgarage in Kassel beschrieben. Bei Bauwerksuntersuchungen wurden ein ausgeprägtes Rissbild, geöffnete Betonierfugen sowie chloridinduzierte Korrosionsschäden an der Bewehrung festgestellt. Ursachen hierfür waren vor allem Zwangsbeanspruchungen durch Kriechen, Schwinden und Temperatur sowie eine zu gering ausgeführte rissbreitenbeschränkende Bewehrung. Die Sanierung musste gleichzeitig unter zwei schwierigen Randbedingungen erfolgen: Einerseits sollte die vorhandene Vorspannung erhalten bleiben und andererseits sollte der Parkbetrieb während der Arbeiten weiterlaufen.
Das Instandsetzungskonzept sah deshalb eine abschnittsweise Sanierung vor. Dazu wurde chloridbelasteter und geschädigter Beton entfernt, Risse wurden verpresst, geschädigte Bewehrung ergänzt oder ersetzt und die betroffenen Bereiche anschließend reprofiliert. Für diese Arbeiten kam ein Vergussbeton zum Einsatz, da er sich besonders für beengte Verhältnisse, kleine Bauabschnitte und Arbeiten im laufenden Betrieb eignet. Zusätzlich wurden die Fugen und Oberflächen mit geeigneten Oberflächenschutzsystemen abgedichtet, um weitere Schäden zu verhindern.
Der Bericht zeigt insgesamt, dass Vergussbeton bei komplexen Instandsetzungen viele Vorteile bietet: gute Fließfähigkeit, schnelle Festigkeitsentwicklung und geringen Reinigungsaufwand.
Der Artikel gibt einen Überblick über Vergussbeton und Vergussmörtel als moderne Lösungen in der Betoninstandsetzung. Es werden die Entwicklung, die materialtechnischen Besonderheiten sowie die aktuellen Regelwerke, insbesondere die DAfStb-Richtlinie VeBMR, beschrieben und deren Bedeutung für die praktische Anwendung erläutert. Vergussbeton zeichnet sich insbesondere durch seine hohe Fließfähigkeit, seine selbstverdichtenden Eigenschaften, seine frühe Festigkeitsentwicklung und sein kontrolliertes Quellverhalten aus.
Ein Schwerpunkt des Artikels liegt auf den Regelwerken und Anwendungsgrenzen. Es wird erläutert, unter welchen Voraussetzungen Vergussbeton in der Betoninstandsetzung eingesetzt werden darf, welche Schichtdicken möglich sind und welche Anforderungen an Schwindklassen, Frühfestigkeit, Verbund und Überwachung gestellt werden. Dabei wird auch erläutert, dass mit der neueren VeBMR zwar größere Schichtdicken technisch möglich sind, im Bereich der Instandsetzung jedoch weiterhin rechtliche und genehmigungsbezogene Grenzen gelten.
Der Beitrag zeigt außerdem die praktischen Vorteile von Vergussbeton: Er eignet sich besonders für beengte Baustellenverhältnisse, für abschnittsweise Sanierungen im laufenden Betrieb und für Bauteile wie Stützenfüße oder Parkflächen. Voraussetzung für den Erfolg sind eine sorgfältige Untergrundvorbereitung, ein korrektes Mischen, ein kontrolliertes Vergießen und eine gute Nachbehandlung. Insgesamt wird Vergussbeton somit als leistungsfähige und innovative Methode für anspruchsvolle Instandsetzungsaufgaben dargestellt.
Instandsetzung der Verrohrung des Starzenbachs in Feldafing mit Carbonbeton
Der Artikel beschreibt die Sanierung der Verrohrung des Starzenbachs in Feldafing mit Carbonbeton. Der bestehende Kanal, der aus unbewehrten Betonfertigteilen hergestellt wurde, war aufgrund hoher Verkehrsbelastungen, Risse und Verformungen so stark geschädigt, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Da ein Austausch schwierig war und der Kanalquerschnitt aus Hochwasserschutzgründen kaum verringert werden durfte, wurde eine Sonderlösung aus Spritzbeton und Carbonbeton entwickelt.
Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde zunächst experimentell nachgewiesen, dass Tudalit-Carbonbeton auch unter feuchten Bedingungen und sogar unter Wasser geeignet ist. Die Versuche zeigten, dass sowohl die Zugfestigkeit als auch die Verbindung zwischen Carbongelege und Feinbeton unter Wasser sogar verbessert sein können.
Für die Sanierung wurden die Kanalinnenflächen vorbereitet, Risse verpresst und das Grundwasser abgedichtet. Anschließend wurde eine etwa 45 mm starke Spritzbetonschicht sowie eine zusätzliche, 20 mm dünne Carbonbetonschicht mit zwei Lagen Carbonbewehrung eingebaut. So konnte die Tragfähigkeit wiederhergestellt, die Rissverteilung verbessert und zugleich durch die glatte Oberfläche die Fließgeschwindigkeit des Wassers im Kanal erhöht werden. Das Projekt zeigt, dass sich Carbonbeton besonders für anspruchsvolle Instandsetzungen mit geringer Querschnittsänderung eignet.
Neue Regeln für die Instandsetzung mit Vergussbeton und PCCs der zweiten Generation
Der Artikel beschreibt die neuen Regelungen zur Instandsetzung von Betonbauwerken, insbesondere für Vergussbeton sowie PCC- und SPCC-Systeme. Hintergrund ist, dass die bisherige Instandhaltungs-Richtlinie des DAfStb nicht weitergeführt wurde und stattdessen Inhalte in neue Regelwerke wie ZTV-W, ZTV-ING sowie geplante technische Regeln des DIBt überführt wurden.
Ein Schwerpunkt liegt auf Vergussbeton: Dessen Einsatzmöglichkeiten wurden erweitert, vor allem für Produkte der Schwindklasse SKVB 0 und der Frühfestigkeitsklasse C. Dadurch sind heute größere Schichtdicken möglich, was etwa bei Reprofilierungen und Stützensanierungen Vorteile bringt. Gleichzeitig gelten weiterhin strenge Anforderungen an Verbund, Nachbehandlung und Einsatzbereich.
Außerdem wird erklärt, dass die bisherigen Bezeichnungen PCC und SPCC künftig durch RM und SRM ersetzt werden. Neue Expositionsklassen wie XDYN, XSTAT und XALL sollen die Anforderungen präziser beschreiben. Insgesamt verlagert sich damit mehr Verantwortung auf den sachkundigen Planer, der die geeigneten Produkte und Anforderungen künftig stärker objektspezifisch festlegen muss.
Neue Konzepte zur konstruktiven Instandsetzung von Parkbauten
"In der Vergangenheit wurde der Instandhaltung von Parkbauten zu geringe Beachtung geschenkt. Die Dauerhaftigkeit von Stahlbeton wurde überschätzt und die Einwirkungen unterschätzt. Aus den entstandenen Schäden resultierten zwar mehrere Regelwerk-sänderungen, aber trotzdem werden einige Parkbauten die geplante Nutzungsdauer ohne eine Instandsetzung nicht erreichen. Insbesondere im wirtschaftlich lukrativen Innenstadtbereich kann eine Verlängerung der Nutzungsdauer und eine Verkürzung von Ausfallzeiten eine interessante Alternative zum Neubau darstellen. Hier können neuartige Konzepte und Produkte Ausfallzeiten minimieren oder Projekte überhaupt erst ermöglichen. Dieser Beitrag stellt Aspekte der Instandhaltungsplanung, der Bauwerksinspektion sowie die unterschiedlichen Instandsetzungsprinzipien vor. Passend hierzu werden neuartige Produktarten und ihre Einordnung in bisherige und zukünftige Regelwerke erläutert. Einerseits werden PCCs und SPCCs vorgestellt, die Brandschutznachweise vereinfachen können. Andererseits wird auf spezielle Vergussbetone zur vertikalen und horizontalen Instandsetzung eingegangen. Abschließend
wird über ein Pilotprojekt berichtet, in dem horizontale Flächen eines Parkhauses mit Vergussbeton erfolgreich instandgesetzt wurden."