PAGEL Spezial-Beton

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PAGEL / Qualitätssicherung
PAGEL Spezial-Beton
Konsistenzklassen
Frühfestigkeitsklassen
Druckfestigkeitsklassen
Schwindklassen
Unser Baustofflabor

Vergussmörtel-Richtlinie

Herstellung und Verwendung von zementgebundenem Vergussbeton und Vergussmörtel (DAfStb-Richtlinie)

Erklärung zum Übereinstimmungszertifikat

Als Hersteller bauaufsichtlich geregelter Produkte sind wir die PAGEL® Spezial-Beton GmbH & Co. KG gemäß den Landesbauordnungen dazu verpflichtet, die Übereinstimmung unserer Vergussmörtel und -betone mit den Technischen Baubestimmungen bzw. einem bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis zu erklären. Dies erfolgt durch die Kennzeichnung mit dem Ü-Zeichen. Für den Verwender ist eine formal korrekte Kennzeichnung von entscheidender Bedeutung, da Bauprodukte nur eingesetzt werden dürfen, wenn dadurch die bauaufsichtlichen Anforderungen erfüllt werden.

Voraussetzung hierfür ist eine werkseigene Produktionskontrolle, die die Einhaltung der maßgeblichen technischen Regeln sicherstellt. Diese Produktionskontrolle wird bei uns PAGEL® durch die Qualitätsgemeinschaft Deutsche Bauchemie e. V. als anerkannte Zertifizierungsstelle gemäß PÜZ-Verzeichnis des DIBt überwacht.

Die Gestaltung des Ü-Zeichens ist in der MÜZVO festgelegt. Es enthält den Buchstaben „Ü“ den Name und das Herstellwerk des Herstellers, die Grundlage der Übereinstimmungsbestätigung (bei Vergussmörtel/-beton ist die DAfStb-Richtlinie VeBMR, Ausgabe Juli 2019), sowie die wesentlichen Merkmale für den Verwendungszweck und das Zeichen bzw. die Bezeichnung der Zertifizierungsstelle (QDB). Alle diese Angaben müssen innerhalb der vom „Ü“ umschlossenen Fläche gut lesbar sein.

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Mehr Information

Zudem verlangt das Muster für Übereinstimmungszertifikate eine eindeutige Bezeichnung des Bauprodukts. Jede Zeile bezieht sich auf ein konkretes Produkt mit seinen Merkmalen, den technischen Regeln und den zugehörigen Verwendbarkeitsnachweisen.

Vorwort zur VeBMR

Die Herstellung und Anwendung von Vergussbeton und Vergussmörtel für tragende Bauteile erfordert fundierte Kenntnisse sowie praktische Erfahrung im Umgang mit diesen Baustoffen.

Die Richtlinie bezieht sich auf Vergussbetone und Vergussmörtel, die üblicherweise in fließfähiger Konsistenz verarbeitet werden. Mörtel, die für andere Konsistenzbereiche vorgesehen sind, können sinngemäß nach den Vorgaben dieser Richtlinie bewertet werden.

Die von DIN EN 206-1/DIN 1045-2 abweichenden Bestimmungen der Trockenbeton-Richtlinie wurden in dieser Richtlinie berücksichtigt und entsprechend integriert.

Für die Bemessungswerte der Verformungseigenschaften und Festigkeiten gelten die Anforderungen der DIN EN 1992-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1992-1-1/NA. In bestimmten Fällen beispielsweise beim Vergießen hoch beanspruchter Maschinenfundamente kann es erforderlich sein, Verformungs- und Festigkeitskennwerte gesondert zu ermitteln (z. B. E-Modul, Kriechbeiwert, Wärmedehnzahl, Biegezugfestigkeit, Ermüdungsfestigkeit).

Vergussbeton und Vergussmörtel

Sowohl Vergussbeton als auch Vergussmörtel setzen sich aus Zement, mineralischer Gesteinskörnung, Betonzusatzmitteln sowie gegebenenfalls Betonzusatzstoffen zusammen. Sie werden in unseren Werken als Trockengemisch produziert und an der Einbaustelle entsprechend unserer Arbeitsanweisung in fließfähiger Konsistenz verarbeitet. Vergussbeton ist durch eine Gesteinskörnung mit einem Größtkorn > 4 mm definiert, Vergussmörtel durch eine Gesteinskörnung mit einem Größtkorn ≤ 4 mm.

Überwachung im Herstellwerk

Allgemeines

Die Überwachung in unserem Werk umfasst die werkseigene Produktionskontrolle, die Fremdüberwachung dieser Produktionskontrolle sowie die Zertifizierung von Vergussbeton und Vergussmörtel.

Werkseigene Produktionskontrolle

Wir kontrollieren und überwachen die Eigenschaften der Ausgangsstoffe sowie des Vergussbetons bzw. des Vergussmörtels bis zur Übergabe (sinngemäß nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2).
Die Prüfergebnisse werden dokumentiert und statistisch ausgewertet.

Zertifizierung und Regelüberwachung

Die Zertifizierung und Regelüberwachung unserer Produkte wird von hierfür anerkannten Stellen durchgeführt. Umfang und Häufigkeit der Regelüberwachung sind in regelmäßigen Abständen festgelegt.

Liefern und Lagern

Vergussbeton und Vergussmörtel werden von uns in Gebinden (Säcken oder Big-Bags) abgefüllt und zum Transport vorbereitet. Nach der Lieferung muss der Empfänger das Material Kühl, frostfrei und trocken im originalverschlossenen Gebinde lagern. Diese Lagerung ist wichtig um die Haltbarkeit von 12 Monate (ab Produktion) zu Gewährleisten.

Technische Merkmale

Ausfließmaßklassen / Fließmaßklassen (Konsistenzklassen)

Verguss ist per Definition ein fließfähiger Mörtel/ Beton. Um die Fließfähigkeit der einzelnen Produkte zu klassifizieren, werden diese in Konsistenzklassen unterteilt. Der Vergussbeton wird in Ausfließmaßklassen von a1-a3 und der Vergussmörtel in Fließmaßklassen von f1-f3 ein klassifiziert.

Prüfverfahren:

  • Vergussbeton – Ausfließmaßklassen (a1–a3) (Prüfung 5 min nach Herstellung, in Anlehnung an DIN EN 12350-5)
  • Vergussmörtel – Fließmaßklassen (f1–f3) (Fließrinne als Referenz; auf der Baustelle alternativ Ausbreitmaß möglich)
Ausflie%C3%9Fma%C3%9Fklassen_f%C3%BCr_Vergussbeton.png
Flie%C3%9Fma%C3%9Fklassen_f%C3%BCr_Vergussm%C3%B6rtel.png
Produkt Aus/-Fließmaßklassen 1 2 3
Standardverguss V80 C45 a •
V160 C45 a •
V1®/10 f •
V1®/50 a •
V1®/80 a •
V1®/160 a •
Hochfestverguss V1®/30HF f •
V1®/50HF a •
V1®/60HF a •
HF10 f •
HF50 a •
Schnellverguss V2/20 f •
V2/50 a •
V2/160 a •

Frühfestigkeitsklassen

Die Frühfestigkeitsklasse beschreibt, wie schnell der Verguss nach dem Einbau tragfähig bzw. belastbar ist. Die Messung der Druckfestigkeit erfolgt nach 24 ± 0,5 Stunden. (DIN EN 12390-3, Prüfung von Festbeton)

Prüfkörper:

  • Betonwürfel (150 mm * 150 mm * 150 mm)
  • Mörtelprisma (40 mm * 40 mm * 160 mm)
Fr%C3%BChfestigkeitsklasse_f%C3%BCr_Vergussbeton.png
Fr%C3%BChfestigkeitsklasse_f%C3%BCr_Vergussm%C3%B6rtel.png
Produkt Frühfestigkeitsklasse A B C
Standardverguss V80 C45 Beton •
V160 C45 Beton •
V1®/10 Mörtel •
V1®/50 Beton •
V1®/80 Beton •
V1®/160 Beton •
Hochfestverguss V1®/30HF Mörtel •
V1®/50HF Beton •
V1®/60HF Beton •
HF10 Mörtel •
HF50 Beton •
Schnellverguss V2/20 Mörtel •
V2/50 Beton •
V2/160 Beton •

Druckfestigkeitsklassen

Die Druckfestigkeit ist die zentrale Kennzahl für die Tragfähigkeit im Endzustand. In der Richtlinie wird gefordert, dass die erforderliche Druckfestigkeit gemäß DIN EN 13670 in Verbindung mit DIN 1045-3 eingehalten wird.

Diese Richtlinie gilt für Vergussbeton und Vergussmörtel mit hoher Frühfestigkeit und einer Druckfestigkeitsklasse von mindestens C50/60, deren Festigkeiten nach 28 Tagen ermittelt werden.

Zylinder (150 mm Ø, 300 mm Höhe) 50 N/mm² → C50/60 ← Würfel (150 mm Kantenlänge) 60 N/mm²

 

Produkt Druckfestigkeitsklasse (N/mm² nach 28 Tagen)
Standardverguss V80 C45 C50/60
V160 C45 C50/60
V1®/10 C55/67
V1®/50 C60/75
V1®/80 C60/75
V1®/160 C60/75
Hochfestverguss V1®/30HF C100/115
V1®/50HF C90/105
V1®/60HF C100/115
HF10 C100/115
HF50 C100/115
Schnellverguss V2/20 C60/75
V2/50 C70/85
V2/160 C70/85

Schwindklassen

Als Schwinden bezeichnet man die Längen- bzw. Volumenabnahme beim Trocknen und Erhärten. Ein zu hohes Schwinden kann zu Rissen, Fugenabriss oder Verlust des Kraftschlusses führen, was besonders bei Untergüssen und Vergussfugen kritisch ist. Aus diesem Grund verzichten wir bei PAGEL® bei unseren Vergussmörteln und -betonen auf die Schwindmaßklassen SKVB II und SKVM III, um diese Risiken  zu minimieren

Schwindklassen_f%C3%BCr_Vergussbeton.png
Schwindklassen_f%C3%BCr%20Vergussm%C3%B6rtel.png
Produkt Schwindklasse 0 I II III
Standardverguss V80 C45 SKVB •
V160 C45 SKVB •
V1®/10 SKVM •
V1®/50 SKVB •
V1®/80 SKVB •
V1®/160 SKVB •
Hochfestverguss   V1®/30HF SKVM •
V1®/50HF SKVB •
V1®/60HF SKVB •
HF10 SKVM •
HF50 SKVB •
Schnellverguss V2/20 SKVM •
V2/50 SKVB •
V2/160 SKVB •

Unser Baustofflabor

Das PAGEL Baustofflabor

PAGEL verfügt über ein modern ausgestattetes "state-of-the-art"-Baustofflabor. Für unsere Produktentwicklung stehen uns neben mechanischen Prüfverfahren auch Verformungsmessungen zum Quellen und Schwinden und vieles mehr zur Verfügung.
In einer Klimakammer und Klimaschränken werden unsere Produkte in Temperaturbereichen zwischen -20 °C und +60 °C im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit untersucht.

PAGEL Labor

Prüfpressen

  • Drucklast 5.000 kN
  • Druckfestigkeit an Prisma, Würfel und Zylinder
  • Biegezugfestigkeit an Prisma und Balken
  • Spaltzugfestigkeit am Zylinder
  • Statischer E-Modul
Prüfpressen

Temperaturversuche

  • Klimakammer zur Probenherstellung und für Frischbetonprüfungen zwischen -10 °C und +50 °C
  • Klimaschränke zur Probenlagerung bei einer Temperatur zwischen -20 °C und +60 °C sowie einer Luftfeuchtigkeit zwischen 0 % und 100 %
  • Wasserlagerung von Prüfkörpern zwischen +5 °C und +35 °C
Klimaschränke

Verformungsmessungen

Schleibinger Schwindkegel bei einer Temperatur von
+5 °C und +35 °C zur Prüfung des Schwind- und Quellverhaltens

Ergänzende Prüfungen:

  • Automatische Blaine-Wert-Bestimmung
  • Siebanalyse
  • Erstarrungsprüfung nach Vicat
  • Abreiß- und Haftzugfestigkeit
  • Schleifverschleißprüfung nach Böhme
  • Akustische Resonanzfrequenz-Analyse zur zerstörungsfreien Prüfung des dynamischen und statischen E-Moduls
  • Frischmörtel-Eigenschaften nach DIN EN 12350, VeBMR-Richtlinie und ASTM
Schwindkegel
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